Pflichttext

Erkältung vorbeugen

Machen Sie sich schlau, wie Erkältungsviren ticken!

Jucken in der Nase. Kratzen im Hals. So kündigt sich in der Regel eine Erkältung an. Erkältung heißt nicht, dass Kälte die Ursache Ihrer Beschwerden ist. Sie bekommen vielmehr einen Schnupfen, weil Sie sich mit Erkältungserregern infiziert haben. Über 200 verschiedene Viren sind bekannt, die eine Erkältung hervorrufen können, und diese Viren haben in den Wintermonaten Hochsaison.

Bei der Abwehr von Erkältungserregern spielen die Schleimhäute von Nase und Rachen eine entscheidende Rolle. Dort liegen nämlich Immunzellen auf der Lauer, um sofort zuzuschlagen, falls Erkältungsviren einen Angriff starten. Damit diese erste Abwehrlinie optimal funktioniert, müssen die Schleimhäute der oberen Atemwege immer gut befeuchtet sein.

Das jedoch ist im Winter häufig nicht der Fall. Trockene Kälte und vor allem trockene Heizungsluft setzen den Schleimhäuten von Nase und Rachen zu und entziehen ihnen Feuchtigkeit. Die Schleimhautbarriere beginnt zu schwächeln, und jetzt haben Erkältungserreger leichtes Spiel. Sie vermehren sich und lösen eine Entzündung der Nasenschleimhaut aus, die daraufhin große Mengen an Schleim produziert. Die Nase fängt an zu laufen, und das leichte Kratzen im Hals wächst sich zu Halsschmerzen aus.

Gleichzeitig rücken die Erreger weiter in die Tiefe der Atemwege vor und rufen dort eine akute Bronchitis hervor. Die Effekte sind dieselben wie in den oberen Etagen: Die Bronchialschleimhaut entzündet sich, schwillt an und bildet viel Sekret. Der Husten soll den Schleim mitsamt den Erregern aus den Atemwegen heraustransportieren. Allerdings ist das Sekret anfangs oft sehr zäh und sitzt fest. Erst mit der Zeit wird der Schleim flüssiger, und dann wird aus dem quälenden trockenen Husten ein produktiver Husten, der Erleichterung bringt.

Unser Tipp: So machen Sie Ihr Immunsystem fit

Im Winter wird das Immunsystem auf eine harte Probe gestellt: Erkältungserreger schwirren in großen Mengen in der Atemluft herum. Trockene Heizungsluft, nasse Kälte, der ständige Wechsel von kalten Temperaturen draußen und warmen Temperaturen drinnen, wenig Sonne und wenig frische Luft – das alles setzt dem Immunsystem zu. Deshalb sollten Sie vorbeugen und Ihr Immunsystem für den Winter fit machen.

  • Trinken Sie viel (2 bis 3 Liter täglich), um die Schleimhäute feucht zu halten.
  • Drehen Sie die Heizung nicht zu hoch auf und stellen Sie Luftbefeuchter – zum Beispiel mit Wasser gefüllte Schüsseln – auf. Das verhindert ein Austrocknen der Schleimhäute.
  • Lüften Sie regelmäßig und lassen Sie die Fenster einige Minuten offen stehen.
  • Bewegen Sie sich ausreichend, das kurbelt Kreislauf und Immunsystem an. Am besten ist Bewegung an der frischen Luft, aber achten Sie darauf, dass Sie warm genug angezogen sind.
  • Auch Saunabesuche sowie kalte Duschen bringen das Immunsystem in Schwung.
  • Essen Sie auch im Winter möglichst viel frisches Obst und Gemüse, damit Ihr Körper optimal mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt wird.
  • Schlafen Sie genug, denn auch das Immunsystem muss sich erholen.
  • Zigarettenrauch schädigt nachweislich die Atemwege. Meiden Sie daher verqualmte Räume.

So fangen Sie sich eine Erkältung ein

Deshalb bitte Abstand halten!

Erkältungsviren werden vielfach durch Tröpfcheninfektion übertragen: Beim Husten, Niesen oder auch Sprechen schleudern erkältete Menschen winzige Sekrettröpfchen in die Luft, die mit Erregern beladen sind und vom nächsten „Opfer“ eingeatmet werden. Mehrere Meter können die infizierten Tröpfchen zurücklegen. Wenn Ihr Gegenüber erkältet ist, sollten Sie deshalb wenn möglich Abstand halten – 2 Meter mindestens, aber besser noch mehr. Auch größere Menschenansammlungen sollten Sie meiden, weil sich die Ansteckungsgefahr dort potenziert.

Aber die Erkältungsviren tummeln sich nicht nur in der Atemluft. Auch durch eine sogenannte Schmierinfektion z.B. über Körperkontakt oder kontaminierte Gegenstände wie Türklinken können Sie sich anstecken. Küssen ist natürlich nicht verboten, aber mit höchster Ansteckungsgefahr verbunden. Händeschütteln ist ebenfalls ein bei Erkältungsviren beliebter Übertragungsweg, weshalb Sie in der Winterzeit besonders darauf achten sollten, regelmäßig die Hände zu waschen. Wenn Sie selbst erkältet sind, können Sie umgekehrt aktiv dazu beitragen, dass andere Menschen sich nicht bei Ihnen anstecken: Wenden Sie sich beim Schnäuzen, Niesen und Husten ab, und husten Sie nicht in die Hand, sondern in den Ellenbogen. Mit diesen einfachen Maßnahmen lässt sich das Infektionsrisiko sehr effektiv reduzieren.

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