Mutter mit Kind im Wald

Was tun gegen Halsschmerzen? Ursachen und Behandlung

Es kratzt im Hals, das Sprechen strengt an und auch das Schlucken von Nahrung ist plötzlich unangenehm: Halsschmerzen hatte wohl jeder Mensch schon mal. Manchmal ist der Auslöser dabei ganz klar. War man beispielsweise bei einem Fußballspiel und hat einen ganzen Nachmittag lang lautstark sein Team angefeuert, wundert man sich nicht, wenn es am Abend im Hals kratzt und sich Heiserkeit bemerkbar macht.

Doch Halsschmerzen können mehrere Ursachen haben. Im Folgenden werden die wichtigsten erklärt. Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie lange eine Entzündung des Rachens normalerweise andauert, wie man sie schnell loswerden kann und was zu tun ist, wenn Kleinkinder unter Schluckbeschwerden und Heiserkeit leiden.

Frau mit Halsschmerzen isst eine Suppe

Ursachen von Halsschmerzen 

In den meisten Fällen wird eine Entzündung des Rachens (Pharyngitis) durch Erkältungsviren ausgelöst und tritt zusammen mit Symptomen wie Husten und Schnupfen auf. Vor allem wenn die Nase verstopft ist, haben Erkältungsviren noch leichteres Spiel. Der Grund: Wir atmen mehr als sonst durch den Mund, die Schleimhäute trocknen stärker aus und können Viren weniger gut abwehren. In den Hals gelangen die Krankheitserreger dabei auch von der Nasenschleimhaut aus – der Rachen entzündet sich.

Wenn es im Hals kratzt, kann das aber auch andere Ursachen haben: So können auch die „echte Grippe“, eine Entzündung des Kehlkopfes oder wiederholtes Sodbrennen hinter den Beschwerden in den oberen Atemwegen stecken.

Seltener können Rachen- oder Mandelentzündung, die mit Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Heiserkeit verbunden sind, auch bakteriellen Ursprungs sein. Scharlach beispielsweise geht mit Halsschmerzen einher und wird von Streptokokken ausgelöst.

Ärztin tastet den Hals einer Frau ab

Neben viralen und bakteriellen Krankheiten ist es auch möglich, dass Umwelteinflüsse zu Schmerzen im Hals führen. Eine Allergie gegen Nahrungsmittel oder das Einatmen von Chemikalien oder Staub können beispielsweise die Ursache sein, wenn es im Hals kratzt. Ein weiterer Auslöser ist mangelnde Mundhygiene.

Ob Schmerz im Hals eine virale oder bakterielle Ursache hat, kann ein Arzt oder eine Ärztin mithilfe eines Rachenabstrich feststellen.

Halsschmerzen: Dauer und Verlauf

Eine Entzündung des Halses gehört zu den Symptomen, die sich bei einer Erkältung bereits in der Anfangsphase des Infekts bemerkbar machen. Was mit einem Kratzen beginnt, wächst im Verlauf des grippalen Infektes nicht selten zu einem Schmerz heran, der das Schlucken erschwert und auch die Stimme in Mitleidenschaft zieht. Mit dem Abklingen der Erkältung vergeht dann in der Regel auch der Halsschmerz.

Während Schnupfen und Husten auch in der Endphase eines grippalen Infektes noch anhalten, ist das Schlucken oft bereits nach wenigen Tagen wieder schmerzlos. In schlimmeren Fällen – beispielsweise bei einer erkältungsbedingten Mandelentzündung – kann Halsschmerz aber auch bis zu zwei Wochen andauern.

Halsschmerzen – wann zum Arzt?

Zum Arzt gehen sollten Sie, wenn Halsschmerzen ohne erkennbaren Grund bestehen bleiben und nicht besser werden. Auch wenn sich hohes Fieber einstellt, der Schmerz einseitig ist oder Betroffene den Mund plötzlich nicht mehr richtig öffnen können, ist eine Abklärung durch die Hausärztin oder den Hausarzt erforderlich.

Ebenso, wenn Sie den Halsschmerz selbst nicht erklären können und sich zusätzlich unklare Symptome wie ein Ausschlag, eine extrem rote Zunge oder belegte Mandeln zeigen.

Halsschmerzen behandeln: Was hilft gegen Halsschmerzen?

Stecken eine Erkältung, Bakterien oder doch ein Umwelteinfluss dahinter? Die Behandlung von Halsschmerzen hängt von der Ursache ab. Es gibt jedoch einige Hausmittel, die bei Halsschmerzen Linderung versprechen. 

  • Viel Trinken: Halsschmerzen entstehen unter anderem, weil die Schleimhäute austrocknen. Um dem Schmerz entgegenzuwirken, lautet deswegen ein wichtiger Tipp: Halten Sie Ihren Hals feucht! Einerseits gelingt das natürlich durch ausreichendes Trinken. 
  • Bonbons und Lutschpastillen:  Um speziell dem Hals etwas Gutes zu tun, können Sie außerdem zu Bonbons und Lutschpastillen greifen. Die regen die Speichelproduktion an und sorgen auf diese Weise für dauerhaft gut befeuchtete Schleimhäute.
  • Gurgeln:  Eine weitere Maßnahme, die bei Schmerzen im Hals wohltuend wirkt, ist Gurgeln. Der Grund: Die Wirkstoffe in der Lösung helfen dabei, die Krankheitserreger auf der Mundschleimhaut zu reduzieren. Gut zum Gurgeln geeignet sind beispielsweise Salbeitee oder Salzwasser. Um letzteres anzurühren, müssen Sie einfach einen halben Teelöffel Salz in einer Tasse Wasser auflösen.
  • Wärme:  Darüber hinaus sollten Betroffene bei Halsschmerzen darauf achten, den Hals- und Brustbereich stets warm zu halten. Wem ein Schal zu unpraktisch ist, der kann stattdessen auch einen Rollkragen tragen.
  • Inhalieren:  Eine weitere Möglichkeit, den Rachenraum zu befeuchten und heilende Wirkstoffe an die entzündeten Schleimhäute zu bringen, ist das Inhalieren. Besonders wohltuend sind dabei ätherische Öle von Heilpflanzen wie Eucalyptus.
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Halsschmerzen bei Kindern: Das sollten Sie wissen

Hals und Brust warmhalten und viel trinken: Diese Tipps sollten Eltern auch beherzigen, wenn ihre Kinder unter Halsschmerzen leiden. Wenn die Kleinen noch nicht inhalieren oder gurgeln können, können Eltern zu anderen Hausmitteln greifen, um für Linderung zu sorgen.

Warme Halswickel sind dabei beispielsweise eine schonende Möglichkeit, um den entzündeten Hals beim Gesundwerden zu unterstützen. Dafür können Eltern einfach gekochte Kartoffeln grob zerdrücken und in ein weiches Küchentuch einschlagen. Diesen warmen (nicht heißen!) Wickel legen Sie Ihrem Kind vorsichtig auf den Hals, bis er abgekühlt ist.

Bei einem geschwollenen, entzündeten Hals kann manchmal auch Kälte angenehm sein – und zwar in Form von Eis oder kühlen Getränken. Dabei sollten sie darauf achten, dass beides möglichst zuckerarm ist. Im Zweifel einfach selber machen: Beispielsweise indem Sie mit Wasser verdünnten Apfelsaft als Eis am Stiel einfrieren.

Weil das Schlucken schmerzt, wollen kranke Kinder oft nicht richtig essen. Hier ist es sinnvoll beim Zubereiten von Mahlzeiten kreativ zu werden und Speisen anzubieten, die sich leicht schlucken lassen. Kartoffelpüree, Rührei oder Apfelkompott sind einige Möglichkeiten.

Krankes Kind liegt auf dem Bauch der Mutter

Erkältung bei Kindern

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